Team Norge sprintet mit alten Tugenden zum Sieg
Zweiter Tag - zweite Disziplin. Und die war an Spannung kaum zu überbieten. Durch die zahlreichen Wechsel beim Team-Sprint im italienischen Predazzo nahm das Rennen immer wieder einen wechselhaften Verlauf. Am Ende waren es aber die traditionellen norwegischen Tugenden, die den Ausschlag für den Sieg gaben. Mikko Kokslien und Magnus Moan, von Platz acht mit über einer Minute Rückstand auf die Sprungsieger Jason Lamy Chappuis und Maxime Laheurte ins Rennen gegangen, entschieden die Konkurrenz von der Spitze weg und liefen einen ungefährdeten Sieg ein. Auf den weiteren Podestplätzen wurde fanzösisch gesprochen. Hinter den Sprungsiegern belegten Sebastien Lacroix und Francois Braud den dritten Platz.
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Von der reinen Sprungleistung her bot Team Deutschland II mit Tino Edelmann und Johannes Rydzek die stärkste Leistung. Jedoch stürzte Edelmann nach einem Satz auf 135,5 Meter. Zwar zog sich der 26-Jährige keinerlei Verletzungen zu, doch wurden den DSV-Kombinierern über 20 Punkte abgezogen, schließlich nur der sechste Rang nach dem Skispringen. So durften Lamy Chappuis und Laheurte die Loipenhatz mit einem Vorsprung von 16 Sekunden auf die deutschen Eric Frenzel und Fabian Rießle eröffnen. "Unser Ziel war das Podium. Mit guten Sprüngen haben wir dafür den Grundstein gelegt", sagte Lamy Chappuis.
Die Lücke hatten die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch schon nach zwei Umläufen geschlossen. Jedoch gelang es dem Führungsduo nicht, den Vorsprung auf die heraneilende Konkurrenz zu verteidigen. Die wurde in Person der schließlich siegreichen Norweger in atemberaubender Geschwindigkeit an die Spitze herangeführt. Eine zehnköpfige Führungsriege zog in der Folge ihre Bahnen. "Es war ganz schön schwierig, in einer zehnköpfigen Gruppe um eine gute Position zu kämpfen. Es war aber ein sehr gutes Rennen für uns. Wir können uns läuferisch nicht mit den Norwegern vergleichen", so Lamy Chappuis weiter.
Mit perfekt gewachsten Skiern gelang es den Norwegern, auf der letzten Abfahrt vor der Wechselzone eine Lücke von ein paar Metern aufzureißen. Zwar gelang es Frenzel und Rießle, diese noch einmal zu schließen. Auf die Schlussrunde nahm der laufstarke Moan aber einen Vorpsrung von wenigen Sekunden mit, den er nicht wieder preisgab. Mit überlegener Vorstellung in der Loipe entschieden die Skandinavier das Rennen zu ihren Gunsten. "Es ist großartig, hier heute zu gewinnen. Der Team-Sprint ist das härteste Format, dass wir in der Nordischen Kombination haben. Unser Ziel war es, die Lücke zur Spitzengruppe schnell zu schließen und dann die Kontrolle zu übernehmen. Wir sind sehr gut gelaufen", bilanzierte Magnus Moan das aus seiner Sicht gelungene Rennen.
Im taktischen Kampf um Rang zwei stellte einmal mehr Weltcup-Leader Jason Lamy Chappuis seine Qualitäten unter Beweis. Am letzten Anstieg verschaffte sich der Dominator der letzten Jahre den Vorteil, der ihm auf der Zielgeraden zum Erkämpfen des zweiten Rangs ausreichte. Platz drei erkämpfte Sebastien Lacroix im Zielsprint gegen den von der Aufholjagd ausgepowerten Fabian Rießle. "Heute war ein guter Tag für das französische Team mit zwei Mannschaften auf dem Podium", dückte Sebastien Lacroix seine Zufriedenheit aus und lobte das Format Team-Sprint: "Der Team-Sprint ist ein sehr gutes Format für die Nordische Kombination. Er ist sehr spektakulär."
Schlüsselwörter: Norwegen Frankreich Deutschland Lamy Chappuis Lacroix Laheurte Braud Moan Kokslien
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