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Athlet der Woche: Akito Watabe

Erstellt am: 06.02.2012 17:26/ st
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Watabe aufmacher 2

Nach den Paukenschlägen wie Alessandro Pittins Dreifach-Triumph in Chaux-Neuve und dem überraschend starken Auftreten der Nachwuchsmänner Fabian Rießle und Jörgen Graabak möchten wir, Ladies and Gentlemen, in dieser Woche einen Sportler herausheben, der sich seit Beginn dieser Saison kontinuierlich in der Weltspitze eingenistet hat: Akito Watabe. Mit typisch japanischen Tugenden wie Ehrgeiz, Fleiß, Bescheidenheit und Zurückhaltung hat er es geschafft, sich aktuell zu einem der besten Kombinierer der Welt zu mausern - und dies völlig leise und unaufgeregt.

"Es war sein Ziel, in dieser Saison mindestens einen Weltcupsieg zu feiern, und das hat er jetzt erreicht", freut sich Cheftrainer Takanori Kohno, der Watabe als einen Perfektionisten, aber auch als sehr geduldigen und selbstständigen Athleten beschreibt. "Was ich auch sagen kann, ist, dass Akito ein absoluter Teamplayer und ein offener, freundlicher und höflicher Mensch ist", so Kohno weiter. Immer fair gratuliert er seinen Mitstreitern bei Twitter und entschuldigte  sich sogar bei seinem Hintermann, dass er beim Penalty Race an diesem Wochenende nicht zügig gestartet sei, da die Startpistole ihn verwirrt habe.

 

„Was für ein wunderbarer Tag! Aber es ist nur ein Sieg. Ich möchte mehr davon in meiner Karriere erreichen, am liebsten wie Kenji Ogiwara“, lauteten Watabes Worte nach dem ersten Weltcup-Sieg in seiner sportlichen Laufbahn. Eine Podestplatzierung gelang dem 23-jährigen Japaner, der sein Weltcup-Debüt im Jahr 2006 feierte, bis zum Beginn dieses Winters – vier weitere fügte er nun seit dem Saisonauftakt in Kuusamo hinzu. 

 

Was aber ist das Erfolgsgeheimnis für die starken Leistungen dieses Mannes, der Interessierten der Nordischen Kombination als Team-Weltmeister von Liberec auch vor den jüngsten Erfolgen nicht ganz unbekannt gewesen sein dürfte? Eigentlich habe man in der Vorbereitung nicht viel anders gemacht, verrät Coach Takanori Kohno. "Akito hat sich sowohl im Springen als auch im Laufen verbessert und ist nun in der Lage, dies auch stabil im Wettkampf abrufen zu können." Als möglichen Grund für den Sieg zum jetzigen Zeitpunkt sieht Kohno ein erfolgreiches Trainingscamp in Oberstdorf in einer der wettkampffreien Wochen. "Wir konnten dort sehr gute Sprungtrainingseinheiten absolvieren, die man jetzt auf der Schanze sieht."

 

"Ich hatte zwar einen großen Vorsprung nach dem Springen, aber ich bin immer noch sehr nervös, wenn es um meine Langlaufleistung geht", bleibt Watabe auch in seiner Siegerpressekonferenz bescheiden. Doch dies müsste der 23-Jährige momentan gar nicht sein, denn die Konkurrenz wird bei einer ähnlich konstanten Leistung wohl Mühe haben, dem sympathischen Japaner auf den Fersen zu bleiben… in der Loipe und im Gesamtweltcup.

 

Mariele Stockinger / Silke Tegethof

 





Schlüsselwörterathlet der woche | watabe | kohno | pittin | riessle | graabak


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