English Deutsch

Wettkämpfe in Almaty: Premiere in Zentralasien

Erstellt am: 08.02.2012 18:56/ ms
A A A 

Es ist eine Saison der Premieren. Neben neuen Wettkampfformaten und Debütanten in den Siegerlisten erwartet die Nordische Kombination auch am kommenden Wochenende wieder eine Neuerung. Erstmals im Weltcup-Kalender befindet sich das kasachische Almaty, das aus Sicht des nordischen Skisports durchaus als Exot bezeichnet werden kann.

Unweit der Grenze zu Kirgisistan liegt die frühere Hauptstadt Kasachstans, die als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum zu einer der bedeutendsten Städte des Landes gehört. Während diese Wettkampfstätte den Spezialspringern aus Sommer-Grand-Prix und Continental-Cup bereits bekannt ist, stellt sie für die Kombinierer ein Novum in jeglicher Hinsicht dar. Visumverfahren, mehr als sechs Stunden Flugzeit sowie eine fünfstündige Zeitverschiebung zu Europa gilt es für Athleten und Betreuer zu bewältigen, bevor die beiden Gundersen-Wettbewerbe am Wochenende stattfinden können.

 

„Ich freue mich immer über Gelegenheiten, meinen Sport an neuen Orten wie Almaty präsentieren zu können. Natürlich machen wir keinen Urlaub dort, aber es ist immer interessant, in neue Länder zu reisen. Ich persönlich war noch nie in Kasachstan“, freut sich der Norweger Mikko Kokslien auf die Reise nach Almaty, die trotz aller Professionalität dennoch auch ein kleines Abenteuer darstellt.

 

Es wird interessant sein zu sehen, wer mit der noch unbekannten HS 140-Schanze, die als einzige Anlage des Landes für Weltcupveranstaltungen ausgerichtet ist, am besten zurechtkommt. Einen kleinen Vorteil dürften dabei die Japaner haben, die Almaty bereits von den Asiatischen Winterspielen aus dem vergangenen Jahr kennen. Auf die Teilnahme an den Wettbewerben in Kasachsten verzichten wird dagegen neben den Finnen auch die Mannschaft der US-Amerikaner, die ein Training in der Heimat vorziehen.

 

Mit 800 Kilogramm Übergepäck führt der Weg des österreichischen Teams über Wien und Moskau nach Kasachstan, Cheftrainer Bard Joergen Elden bleibt jedoch trotz dieser Strapazen gelassen: „Neben den organisatorischen und finanziellen Herausforderungen, denen wir uns für diese Reise zu stellen hatten, gilt das Hauptaugenmerk natürlich der sportlichen Leistung unseres Teams. Ich denke, wir befinden uns in einem Aufwärtstrend. Mit der Entdeckerlust unseres Teams, das erstmals nach Kasachstan reist, bin ich auch zuversichtlich, dass wir uns im Wettkampf steigern können.“

 

Probleme mit der Planung hatte die italienische Mannschaft dagegen bereits vor ihrer Abreise, da der gebuchte Abflug von Venedig annulliert wurde. „Zum Glück wurde der Flug früh genug abgesagt, so dass wir von Venedig auf Mailand ausweichen konnten. Für die Ankunft hatten wir die Wahl zwischen 02.50 Uhr und 05.10 Uhr in der Nacht. Das ist natürlich nicht ideal für Hochleistungssportler“, hadert Fabian Ebenhoch ein wenig mit den Besonderheiten der Anreise.

 

Doch insgesamt sind die Wettkämpfe in Almaty natürlich vor allem für die Jäger des Gesamtweltcup-Führenden Jason Lamy Chappuis extrem wichtig. Sie können es sich nicht leisten, den Franzosen punktemäßig noch weiter davon ziehen zu lassen und somit wird es in Kasachstan sicherlich zum Showdown zwischen Lamy Chappuis, dem von seinem Sieg beflügelten Akito Watabe, dem mit seiner Form ringenden Alessandro Pittin und dem nach schwachem Saisonstart wiedererstarkten Mikko Kokslien kommen.

 

Silke Tegethof/Mariele Stockinger





Schlüsselwörteralmaty | Kokslien | elden | ebenhoch


  • Empty
  • Empty
  • Empty
  • Empty
  • Empty
Rating: 
3,6/5
 




zurück »

Suche

Latest videos

10.03.2012 Oslo

Weltcup

Continental Cup

Ihre meinung ist gefragt

Wer gewinnt den Sommer-GP 2012?
nilgen.de eventfotograf.biz