Edelmann vom eigenen Erfolg überrascht
Die erste Weltcupstation der Kombinierer in Kuusamo gehört der Vergangenheit an und mit Tino Edelmann trägt ein erster Athlet nun das gelbe Trikot der neuen Wintersaison 2011/12. Ein anderer Athlet stand auf der Pressekonferenz nach dem abschließenden Wettbewerb am heutigen Samstag jedoch erst einmal im Fokus des Medieninteresses: Janne Ryynänen.
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Lokalmatador Ryynänen, der mit seinem zweiten Rang seine erste Podestplatzierung seit 2008 einfahren konnte, zeigte eine starke Vorstellung in der Loipe: "Meine Langlaufform war sehr gut heute, besonders in der letzten Runde habe ich mich sehr stark gefühlt und konnte am letzten Anstieg noch einmal richtig angreifen." Ambitionen nach vorne habe er jedoch nicht gehabt. "Ich war mehr damit beschäftigt, was hinter mir passiert. In der letzten Runde habe ich Tino zwar gesehen, aber er war einfach noch zu weit weg. Ich bin mit meinem zweiten Rang aber sehr zufrieden", resümierte der Finne.
Erneut zusammen in der Pressekonferenz fanden sich Akito Watabe und Tino Edelmann, die auch bereits im gestrigen Wettbewerb auf dem Treppchen stehen konnten. "Ich bin sehr glücklich, auch heute wieder auf dem Podium stehen zu können", freute sich der Japaner Watabe. Er habe zwar noch den Plan gehabt, Ryynänen einzuholen, aber dadurch, dass er die meiste Zeit über alleine laufen musste, habe er am Ende nicht mehr genug Kraft gehabt. Nichtsdestotrotz zog der Japaner ein durch und durch positives Fazit: "Ich habe mir hier in der Gegend mal einen Knochen gebrochen, aber ich glaube, jetzt bin ich mit Kuusamo versöhnt."
Sieger Tino Edelmann konnte seine erneut gute Verfassung und das Endresultat kaum fassen. "Ich konnte wirklich den Sommer über lange nicht trainieren, weil ich krank war. Natürlich waren die Bedingungen beim Sprunglauf alles andere als einfach, aber da sowohl ich, als auch Akito gestern auf dem Podest waren und auch Janne gestern bereits fünfter habe, war vielleicht doch nicht so viel Glück bei meinem Erfolg dabei, wie ich die ganze Zeit gedacht habe."
Besonders die letzte Runde, auf der er das gestrige Rennen verloren hatte, trieb Edelmann die Schweißperlen auf die Stirn. "Janne und Akito haben mir gegen Ende auf einem Kilometer auf einmal 28 Sekunden abgenommen, da dachte ich nur: 'Verdammt, die sind schnell!' Aber ich habe dann einfach nach dem Prinzip 'Augen zu und durch' gehandelt und einfach alles gegeben."
Silke Tegethof/Mariele Stockinger
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