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Penalty Race - leicht gemacht!

Erstellt am: 01.12.2011 18:49/ st
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Mit dem kommenden Wochenende in Lillehammer hält auch ein neues Wettkampfformat Einzug in den Wettkampfkalender der Nordischen Kombination: das Penalty Race. Höchste Zeit also, einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, was diese Neuerung auszeichnet.

Der wichtigste Unterschied zum aktuellen Gundersen-Format ist, dass die beim Skispringen erreichten Leistungen nicht mehr als Zeitrückstand, sondern in Strafrunden ausgegeben werden. Dazu wird die Sprungschanze in vier farblich unterschiedlich gekennzeichnete Zonen eingeteilt. Erreicht ein Springer die oberste Zone auf dem Aufsprunghügel, muss er vier Strafrunden laufen, erreicht er die am weitesten unten liegende Zone, wird nur eine Strafrunde fällig – dazwischen zwei oder drei. Sprünge über die unterste Zone hinaus verhelfen dem betreffenden Athleten zu einem Rennen ohne Strafrunden und werden daher das erklärte Ziel der sprungstarken Kombinierer sein. Brisantes Detail: Schafft es ein Springer durch einen völlig verunglückten Sprung nicht, die Zonen überhaupt zu erreichen, ist der Wettbewerb an diesem Punkt für ihn vorbei. Er darf nicht mehr am Langlaufrennen teilnehmen. 

 

Beim Langlaufrennen bekommt nun jeder Athlet eine farbige Armbinde, die besagt, in welchen Korridor er gesprungen ist und wie viele Strafrunden er demnach laufen muss. Der Sieger des Sprunglaufs bekommt einen zehnsekündigen Vorsprung und darf zusätzlich zehn Meter vor dem Feld starten, das hinter ihm in einem Massenstart auf die Strecke gehen wird.

 

Das Rennen findet auf einer zwei Kilometer langen Schleife statt, die fünf Mal durchlaufen wird. Den Kombinierern ist dabei freigestellt, wann im Rennen sie wie viele Strafrunden laufen, nur nicht vor der ersten und nach der letzten Schleife. „Ich denke, wir werden durch diese Möglichkeit ein viel stärker taktisch ausgelegtes Langlaufrennen sehen“, freut sich FIS-Koordinator Lasse Ottesen auf die neue Wettkampfform. 

 

Ebenso einfach wie beim Gundersen-Format wird zu sehen sein, wer der Gewinner des Tages sein wird. Der Athlet, der als Erster die Ziellinie passiert, ist der Sieger des Penalty Races. Für Zuschauer und Athleten birgt das Penalty Race einiges an Spannungspotential: Denken die Sportler daran, alle Strafrunden zu laufen? Welche Laufgruppen bilden sich und werden wieder - wie und wann - durch unterschiedliche Strafrunden-Anzahlen gesprengt?

 

Weltmeister Eric Frenzel zeigt sich angetan: „In Oberwiesenthal hatten wir im Sommer ja schon eine Penalty-Race-Generalprobe, die sehr interessant war. Jetzt im Winter wird es sicherlich noch besser, wenn die Strafrunden auch im Stadion gelaufen werden.“

 

„Um den Sport zu entwickeln und vor allem für den Zuschauer interessanter zu machen, haben wir vor allem auch basierend auf dem Wunsch der Athleten nach mehr Abwechslung dieses neue Format ins Leben gerufen“, gibt Lasse Ottesen zu den Hintergründen Auskunft. Und auch Frenzel ist sich sicher: „Das ist ein Schritt nach vorne für die Nordische Kombination.“

 

Silke Tegethof

 





Schlüsselwörterpenalty race | lillehammer | frenzel | ottesen


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