Zurück zu den Wurzeln: Gregor Schlierenzauer und Werner Schuster

Erstellt am: 16.09.2019 08:11 / sk

Seit diesem Frühjahr greift Gregor Schlierenzauer bei seinem Versuch es zurück an die Weltspitze zu schaffen wieder auf den Rat von Werner Schuster zurück. Eine Zusammenarbeit die bereits ganz zu Beginn seiner aussergewöhnlichen Karriere sehr gut funktioniert hat.


"Werner war bereits als Trainer am Skigymnasium Stams eine Schlüsselfigur in meiner Karriere, genau zu der Zeit in der in ich den Durchbruch im Weltcup geschafft habe", erklärt der 29-jährige Ausnahmeskispringer in einem Interview mit dem österreichischen Fernsehsender ORF.

 

Gregor Schlierenzauer ist trotz der Arbeit mit Werner Schuster weiterhin Teil des österreichischen Teams und trainiert abseits der gemeinsamen Trainingslager mit der Mannschaft individuell mit dem ehemaligen Cheftrainer der deutschen Skispringer. Eine Zusammenarbeit, die für beide Seiten herausfordernd sein kann. "Ich bin sehr beeindruckt von seiner Einstellung. Er hat mich damals schon an den Rand meines Könnens gebracht, bevor ich Bundestrainer in Deutschland wurde. Man muss wirklich sehr aufmerksam sein, er hinterfragt alles, ist extrem akribisch und richtet sein Leben nach dem Spitzensport aus", so Schuster auf orf.at.

Der Rekordweltcupsieger ist sich durchaus bewusst, dass es nicht immer einfach ist mit ihm zu arbeiten: "Natürlich fordere ich einiges, das ist klar. Aber wenn man ganz an die Spitze will, und dort schon einmal lange war, dann darf man nichts dem Zufall überlassen. Es ist mir bewusst, dass ich manchmal mühsam bin, aber ich bleibe meiner Linie treu und da ist es natürlich schön wenn man einen Partner hat mit dem man im Hintergrund individuell gut arbeiten kann."

 

Mit seiner langjährigen Erfahrung als Trainer im Nachwuchs und auch im Weltcup will Werner Schuster nun dabei helfen, dass Gregor Schlierenzauer wieder dort hin kommt, wo er schon ganz lange war, nämlich ganz nach vorne: "An sich ist es nicht das Besondere, dass er jetzt schon länger ein Tief hat, das Besondere war, dass er als 16-jähriger in den Weltcup gekommen ist und dann eigentlich acht Jahre an der Spitze war. Das ist in unserer Sportart sehr, sehr ungewöhnlich. Deshalb musste es auch einmal so kommen. Es ist jetzt wichtig, dass er den langen Atem beweist und noch einmal zeigt, dass er nicht zufällig an der Spitze war, sondern dass er wirklich aussergewöhnliche Qualitäten hat."

Ergebnisse Gregor Schlierenzauer

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